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Newsletter Ausgabe 1/2021

Goldberg Dialog - Informationen für Haus-, Fachärzte, Kooperationspartner, Patienten und Besucher

Heute möchten wir Ihnen die neue Ausgabe unseres Klinik-Newsletters „Goldberg Dialog“ zusenden. Mit dem Newsletter möchten wir Sie in regelmäßigen Abständen in kurzer und prägnanter Form über wichtige Neuigkeiten aus der Goldberg-Klinik auf dem Laufenden halten. Sollten Sie weiterführende Fragen zu den vorgestellten Abteilungen, Personen, zu Diagnostik-, Therapie- und Serviceangeboten unserer Klinik haben, kontaktieren Sie uns gerne über die in den einzelnen Artikeln angegebenen Ansprechpartner. Oder besuchen Sie doch einfach von Zeit zu Zeit unsere Social Media Angebote (Facebook, Instagram & Youtube) bzw. unsere Homepage. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Goldberg-Klinik Kelheim
Dr. Matthias Witzmann
Referent Öffentlichkeitsarbeit

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Herzschrittmacherambulanz an der Goldberg-Klinik bleibt für bestimmte Patientengruppen im Landkreis bestehen

Der Zulassungsausschuss hat ab 1. April 2021 eine Ermächtigung zur ambulanten Herzschrittmacherkontrolle für gesetzlich versicherte Patienten mit Wohnort in Kelheim, Saal a.d. Donau, Ihrlerstein, Essing, Riedenburg und Altmannstein für den Internisten und Kardiologen Dr. med. Johannes Kandlbinder, Oberarzt Kardiologie der Goldberg-Klinik, erteilt. Eine weitere Zulassung für eine allgemeine kardiologische Sprechstunde ist aufgrund einer durch den Zulassungsausschuss definierten Versorgungsobergrenze nicht mehr vorgesehen. Es ist jedoch weiterhin möglich, dringliche Krankheitsbilder als ambulante Notfälle zu behandeln. Darüber hinaus können Privatpatienten auch in Zukunft die privatärztliche Sprechstunde beim Chefarzt der kardiologischen Abteilung der Goldberg-Klinik, Prof. Dr. med. Marcus Fischer, wahrnehmen.

Ansprechpartner

 

Dr. med. Johannes Kandlbinder
Oberarzt Kardiologie
Ermächtigter Arzt Herzschrittmacherambulanz

Telefon: +49 (9441) 702 4296
E-Mail: kandlbinderj@goldbergklinik.de

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Praxisverlegung der Dr. Neumaier MVZ GmbH

Zum 1. Januar 2021 hat die Dr. Neumaier MVZ GmbH ihr Leistungszentrum am Standort in der Goldberg-Klinik ausgebaut. Neben MRT-Untersuchungen werden nun auch CT- und Röntgen-Untersuchungen für alle Kassen angeboten.

In der Praxis in der Lederergasse Kelheim findet ab sofort nur die Mammographie und auch das Mammographie-Screening statt.

Für Fragen und Terminvereinbarungen stehen die Mitarbeiter des Dr. Neumaier MVZ telefonisch von Mo-Fr von 07.30-18.00 Uhr unter der Rufnummer +49 (9441) 676 30 zur Verfügung.

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Sergei Moiseev - Unser neuer Oberarzt im Bereich Geburtshilfe

Sergei Moiseev verstärkt seit Januar 2021 als Oberarzt das multidisziplinäre Team der Geburtshilfe der Goldberg-Klinik von Chefarzt Dr. Univ. Asuncion Edgar Gonzalez Heiberger. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren vielfältige Investitionen in Höhe von insgesamt ca. 300.000 Euro in die gerätetechnische Ausstattung der Frauenklinik getätigt wurden (z.B. CTG, Infusomaten, Ultraschall, Untersuchungsstuhl etc.), ist die Geburtshilfe nun auch personell bestens gerüstet.

Herzlich willkommen im Team der Goldberg-Klinik, Herr Moiseev. Würden Sie uns kurz Ihre Ausbildung und Ihre fachlichen Schwerpunkte schildern?

Sehr gerne. Ich habe in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, Medizin studiert und dort auch meinen Facharzt in Frauenheilkunde gemacht. Nach dem Abschluss meiner Facharzt-ausbildung habe ich als Notfallarzt speziell für Frauenheilkunde gearbeitet. Dabei konnte ich vielfältige Erfahrungen sammeln, u.a. begleitete ich viele Hausgeburten und behandelte Komplikationen bei Schwangerschaften. Oftmals war es wichtig, eine gute Diagnostik auch ohne Apparatemedizin zu erreichen.

Wie ging es in Deutschland weiter?

2009 zog ich nach Nürnberg, machte dort einen Sprachkurs und absolvierte einen Lehrgang für immigrierte Ärzte beim VIA Institut für Bildung und Beruf.

Meine nächste Station war das Klinikum Aschaffenburg, in dem ich als Assistenzarzt tätig war. 2014 ging ich nach Schweinfurt. Dort war ich Assistenzarzt und machte auch die komplette deutsche Weiterbildung zum Facharzt. Im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt lernte ich Dr. Univ. Asuncion Gonzales Heiberger kennen, den ich als hervorragenden Diagnostiker und Operateur sehr schätzen lernte. Während meiner Zeit in Schweinfurt konnte ich mich in vielen Gebieten der Frauenheilkunde weiterentwickeln und viel Wissen erwerben, das mir in Kelheim zu Gute kommen wird.

2019 bis 2020 habe ich erste Erfahrungen als Oberarzt in der Haßberg-Klinik gesammelt. Schwerpunkte waren dort u.a. auch Fragen der Qualitätssicherung und DRG-Themen.

Was sind Ihre Ziele in der Goldberg-Klinik?

Als ich den Anruf von Dr. Gonzalez Heiberger erhielt, ob ich an die Goldberg-Klinik kommen möchte, habe ich mich sehr gefreut. Für mich war sofort klar, dass ich die neue Herausforderung, als Oberarzt in Kelheim zu arbeiten, annehmen werde. Für meine Tätigkeit in der Goldberg-Klinik habe ich mir vorgenommen, die Zusammenarbeit des multidisziplinären Teams aus Ärzten, Pflege und Hebammen weiter auszubauen und eine leitliniengerechte, ganz auf die Bedürfnisse der werdenden Mütter ausgerichtete Therapie zu verfolgen.

Was gefällt ihnen an Kelheim?

Ich bin ganz begeistert von der tollen Natur und Orten wie dem Donaudurchbruch oder der Befreiungshalle, die Kelheim einen ganz besonderen Charme verleihen. Außerdem hat man eine gute Anbindung zu den größeren Städten wie Regensburg und Ingolstadt, wenn man etwas Abwechslung sucht.

Verraten Sie uns zum Schluss, was Sie gerne machen, wenn sie gerade nicht in der Klinik sind?

In meiner Freizeit lasse ich es gerne mal gemütlicher angehen: Ich versuche, das Leben zu genießen und reise gerne, um viele verschiedene Städte kennenzulernen.

Vielen Dank, Herr Moiseev, dass Sie sich die Zeit für unser Gespräch genommen haben. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg für Ihre wichtige Aufgabe an unserer Klinik.

Ansprechpartner


Sergei Moiseev
Oberarzt Frauenklinik der Goldberg-Klinik

Telefon: +49 (9441) 702 4490
E-Mail: moiseevs@goldbergklinik.de

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Dr. Martin Huth: Investition in die Zukunft – Unser neuer „Babytherm“

Die Überschrift wirkt vielleicht etwas spröde, aber die Anschaffung des „Babytherm“ an der Goldberg-Klinik umschreibt sie ziemlich treffend, wie ich finde.

Die in unserer Klinik zur Welt gebrachten Babys sind ja quasi die personifizierte Zukunft. Die meisten von Ihnen brauchen erfreulicherweise hauptsächlich nur ihre Mama (und natürlich ein bisschen Papa und eine Hebamme). Nur wenigen Neugeborenen geht es nicht so gut, sie benötigen eine Erstversorgung im Notfall. Für sie ist der Babytherm angeschafft worden.

Investition stimmt auf jeden Fall, ein Hightech-Gerät wie der Babytherm ist ganz schön teuer.

Doch was verbirgt sich hinter der Bezeichnung „Babytherm“? Kurz gesagt handelt es sich um einen fahrbaren, möglichst optimierten Arbeitsplatz, an dem Hilfsmittel, Beatmungsgerät, Monitoring und Absaugung griffbereit gelagert bzw. einsatzbereit montiert sind. Das Kind liegt weich, ist von drei Seiten zugänglich und wird von oben und unten gewärmt. Arbeitshöhe und Beleuchtung sind rasch einstellbar.

Unser gesamtes Team hat die Anschaffung unterstützt. Trotzdem bedarf es manchmal besonderen Engagements, damit am Ende das Gerät einsatzbereit dasteht. Christina (Foto) hat alle Termine gemacht, sich um die Probestellungen gekümmert, alles ausgestattet und auch noch unsere Hebammen nach MPG eingewiesen.

Was kann man eigentlich tun, wenn es einem Neugeborenen schlecht geht. Meist war die Geburt stressig, die Umstellung auf eigene Atmung klappt nicht so recht, das Herz schlägt langsam. Jetzt müssen die Lungen belüftet werden.

Etwas sehr Erstaunliches wurde in den letzten Jahren wissenschaftlich belegt: Zur Beatmung bei Reanimation von Neugeborenen und zur Beatmung von nicht ausreichend selbst atmenden Neugeborenen wird normale Raumluft verwendet. Kein bisschen Sauerstoff dazu! Das kann ich als Anästhesist kaum glauben, dass Sauerstoff hier nicht gegen Sauerstoffmangel helfen soll, sondern im Gegenteil toxisch ist. Gibt man von Beginn an Sauerstoff, sterben mehr Neugeborene oder werden geschädigt.

Für das Vorgehen nach der Geburt gibt es Leitlinien, die die aktuellen Erkenntnisse in möglichst sinnvolle Handlungen umsetzt. Und helfen kann man den Kindern am besten, wenn man die Leitlinien nicht nur kennt, sondern sie anwenden kann, weil man sie geübt hat. Und noch besser: die Beteiligten arbeiten Hand in Hand im Team, weil sie es gemeinsam geübt haben. Gleiche Qualität mit wechselnden Partnern! Weil jeder seine Aufgaben kennt.

Ich konnte ein solches „Simulationstraining“ mit Zertifikat am Stups (Stuttgarter Pädiatrie-Simulator) einen ganzen Tag erfolgreich absolvieren. Eine sehr hilfreiche und wertvolle Erfahrung. Das Training ist mit viel Aufwand verbunden, aber es schult auch Kommunikation, Stressbewältigung und eine positive Aufarbeitung mit Gewinn für zukünftige Situationen.

Die gleichen Leitlinien gelten auch für uns. Wir trainieren sie hier in der Goldberg-Klinik. Den ganz großen Aufwand können wir natürlich nicht betreiben. Wir haben eine Neugeborenenpuppe, an der wir sehr gut die wichtigsten Abläufe der ersten Minuten nach der Geburt immer wieder durchführen können. Seit einigen Jahren sind Frau Dr. Martina Reng und ich für diese Schulungen zuständig.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie in einer so simulierten Situation die Beteiligten sehr konzentriert bei der Sache sind und „echter“ Stress entsteht (weil es der Puppe ja gerade ans Leben geht).

Mit dem Babytherm und dem dazugehörigen Beatmungsgerät erweitert sich das Training: Die gleiche uns bekannte Leitlinie kann mit dem Beatmungsgerät am Babytherm optimaler umgesetzt werden, der neu eingerichtete Arbeitsplatz muss aber dafür allen bekannt sein und die Abläufe müssen eingeübt werden.

Das bisherige Vorgehen mit Ambu-Beutel kann jederzeit erforderlich werden, vorwiegend im Kreissaal – auch das wird weiterhin geübt.

Alle ärztlichen Mitarbeiter/innen der Gynäkologie und Anästhesie, alle Anästhesieschwestern und – pfleger sowie alle Hebammen sind verpflichtet, einmal im Jahr am Simulationstraining teilzunehmen (meist jeden letzten Mittwoch im Monat 15:30 – 16:30).

Gut trainiert haben wir weniger Angst vor solchen Notfällen mit Neugeborenen, die Abläufe werden im Ernstfall ruhiger und strukturierter – also unbedingt etwas, was wir haben und ausbauen wollen.

Jetzt noch besser – mit Babytherm!

Ansprechpartner


Dr. med. Martin Huth
Leitender Oberarzt Abteilung
Anästhesie & Intensivmedizin der Goldberg-Klinik
Leitung der Intensivstation, Medizingerätebeauftragter, Transfusionsbeauftragter

Telefon: +49 (9441) 702 4581
E-Mail: huthm@goldbergklinik.de

 

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